Zum Seiteninhalt springen

News-Detail

Startschuss Umbau Altmarkt Dresden für 11,1 Mio. Euro

Dresdens Altmarkt wird umgebaut. In einem umfangreichen Bauvorhaben wird unter anderem das Leitungsnetz erneuert, 59 neue Versorgungsschächte gebaut und 13.000 Quadratmeter Granitkleinpflaster für einen barrierefreien Zugang verbaut.

Der Altmarkt in Dresden wird derzeit neu gestaltet und barrierefrei ausgebaut werden. Das Straßen- und Tiefbauamt der Landeshauptstadt Dresden hat im Auftrag des Amts für Wirtschaftsförderung die Bauarbeiten beauftragt, die von April 2022 bis Oktober 2023 durchgeführt werden sollen. Die technische Federführung liegt bei der EUROVIA Verkehrsbau GmbH, Niederlassung Dresden. Umgesetzt werden die Bauarbeiten in einer Arbeitsgemeinschaft mit der STRABAG AG, Direktion Sachsen/Thüringen sowie Wolff & Müller Tief- und Straßenbau GmbH & Co. KG. 

Aufbau von Europas größtem Leitungs- und Versorgungsnetz im Untergrund

Bei den Arbeiten wird das unterirdische Leitungsnetz zur Ver- und Entsorgung erneuert. Dazu gehören Strom- und Glasfaserkabel, Trinkwasser-, Abwasser- und Entwässerungsleitungen sowie Medien der öffentlichen Straßenbeleuchtung, die allesamt für die Versorgung von Veranstaltungen auf dem Altmarkt wichtig sind. Mit der Erneuerung entsteht vor Ort das modernste unterirdische Verwaltungsnetz in Europa. Insgesamt werden 59 Versorgungschächte neu gebaut, in denen die Versorgungsleitungen enden. Zusätzlich ist die Installation eines Glasfasernetzes für Schausteller sowie eines freien WLAN-Zugangs für Gäste geplant. 

Sperrungen während der Bauarbeiten

Die Bauarbeiten werden in zwei Bauabschnitten 2022 und 2023 umgesetzt. Während dieser Zeit wird der Platz und die Seestraße vollständig gesperrt sein. Die Geschäfte und Gebäude bleiben jedoch weiterhin zu Fuß erreichbar. Von November 2022 wurde über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel der Altmarkt für drei Monate beräumt und die Oberflächen provisorisch abgedeckt, damit der Dresdner Strizelmarkt stattfinden konnte . Mitte Januar wurden  die Bauarbeiten dann wieder aufgenommen. 

Pflasterarbeiten und Bepflanzungen

Des Weiteren werden die beauftragten Baufirmen rund 13.000 Quadratmeter geschnittenes und gestocktes  Granitsteinpflaster verlegen und damit das bisherige unebene Pflaster ersetzen. Dadurch wird der Altmark barrierefrei und kann künftig besser mit Rollstühlen oder Kinderwagen befahren werden. Für eine bessere Aufenthaltsqualität in der Innenstadt werden außerdem 20 Trompetenbäume (Catalpa bignonioides) gepflanzt – davon jeweils zehn an der Ost- und an der Westseite. 

Besonderheit: Tiefgarage unter dem Altmarkt

Zu den besonderen Herausforderungen gehört die unter dem Altmarkt liegende Tiefgarage. Die Tiefgarage wurde für die Arbeiten am Versorgungsnetz für 24 h gesperrt. Bei den Bauarbeiten gelten zentimetergenaue Vorgaben, die umgesetzt werden müssen. Zudem müssen die Verdichtungsgeräte beim Erd- und Asphaltbau auf die Tiefgarage abgestimmt werden, wobei die vorhandene Abdichtung nicht beschäftigt werden darf.  

Der Oberflächenschluss des Altmarktes und der anliegenden Seestraße erfolgt durch eine 20 cm starke wasserdurchlässige Asphalttragschicht und eine Kleinpflasterfläche aus sieben unterschiedlichen Steinsorten, deren Mischungsverhältnis genau vorgegeben ist und innerhalb der Platzfläche variiert.