Zum Seiteninhalt springen

News-Detail

Sanierung des Hauptmarkts in Gotha abgeschlossen

Die denkmalgerechte Wiederherstellung des Hauptmarktes ist eine der großen Maßnahmen im Rahmen der Sanierung der Gothaer Altstadt. Die Bauarbeiten erforderten viel Fingerspitzengefühl, da unterhalb des Hauptmarkts wertvolle historische Bauelemente liegen.

Seit Mitte Oktober 2019 saniert die Niederlassung Weimar den Hauptmarkt der thüringischen Stadt Gotha. Auf 10.000 m² wurden neue Steine aus Basalt, Sandstein oder Grauwacke eingesetzt. Da aber der historische Charakter des Hauptmarktes erhalten bleiben soll, wurde auf 2.500 m² auch das alte, aufgearbeitete Natursteinpflaster verlegt. Die Niederlassung Weimar hat weiterhin umfangreiche Erdarbeiten ausgeführt und Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt. Auch diverse Ausstattungselemente, Baumbewässerungssysteme und Brunnenanlagen wurden erneuert. Eine Besonderheit des Auftrags: Die Niederlassung Weimar musste für die Wiederherstellung des Hauptmarkts den circa 240 Meter in einem Gewölbe unter dem Hauptmarkt verlaufenden Leinakanals freilegen und sanieren. Dieser befördert seit dem 14. Jahrhundert über 30 Kilometer Wasser aus dem Thüringer Wald nach Gotha.

Bei den Bauarbeiten war mitunter viel Vorsicht geboten. Die Archäologen vom Landesamt für Denkmalpflege haben den Bau begleitet und hatten großes Interesse an dem, was unter dem Hauptmarkt liegt. Mit viel Feingefühl wurde der Boden Schicht für Schicht abgetragen, während die Experten vom Landesamt jeden Stein begutachten, der sonst nicht zu sehen wäre. Bisher konnten so Mauerreste der Jakobskapelle freigelegt werden. Die mittelalterliche Kapelle war im 12. Jahrhundert errichtet und im 16. Jahrhundert abgerissen worden.

Die Bauarbeiten konnten nun Ende März 2022 erfolgreich abgeschlossen werden. Der Auftragswert lag bei 7,2 Millionen Euro.