Dieses Projekt hat es in sich: Im Hannoveraner Stadtteil Groß Buchholz arbeitet die Zweigstelle Hamburg der Niederlassung Bauwerkinstandsetzung (BWI) daran, die Resttragfähigkeit der Hochstraße Weidetor zu erhalten.
Die Brücke aus dem Jahr 1970 ist so stark beschädigt, dass bereits pro Fahrtrichtung nur noch eine Spur für PKWs freigegeben ist.
Weil die Brücke eine wichtige Verkehrsader in Hannover bildet und als Schnellweg zur Messe dient, hat sich die Landeshauptstadt dazu entschlossen, die Restlebensdauer des Bauwerkes, welches als statisches System einen Gerberträger abbildet, um ca. fünf bis sechs Jahre zu verlängern. An 14 Koppelfugen werden untergehängte Stahlkonstruktionen bzw. Schubnadeln zur Tragwerksverstärkung angebracht.
Konkret heißt das: Die Zweigstelle Hamburg der BWI muss zunächst den vorhandenen Asphalt wegfräsen und mit Ultraschall- sowie Radargeräten die Lage der Bewehrung sondieren, um sicherzustellen, dass bei den anschließenden Kernbohrungen für die Verstärkungsarbeiten keine Quer- und Längsspannglieder getroffen werden. „Andernfalls wäre die Stabilität gefährdet und die Brücke müsste sofort außer Verkehr genommen werden“, so Projektleiter Fabio Nehls.
Eine weitere Besonderheit: Auch zeitlich beschränkte Traggerüste müssen aufgestellt werden, um die Last der bis zu 400 Tonnen schweren Brückenfahrbahnplatten im Havariefall abzusichern.
Projektleiter: Fabio Nehls, Peter Steg, Zweigstelle Hamburg (Bauwerkinstandsetzung)