Presseinformationen

 

 

 

<Berlin, November 2020> Mit der Unterzeichnung einer exklusiven Kooperationsvereinbarung für die Förderung und den Bau elektrisch aufgeladener Straßen in Deutschland, Frankreich und Belgien haben EUROVIA (eine VINCI-Tochter) und ElectReon, ein israelisches Start-up­ Unternehmen, den Weg für ein erstes Pilotprojekt freigemacht, das im Auftrag der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Karlsruhe errichtet werden soll. Hierfür baut das Unternehmen eine Teststrecke, auf der ein Elektro-Nahverkehrsbus während der Fahrt über induktive Ladetechnik im Straßenbelag aufgeladen und emissionsfrei betrieben werden kann.


Das große Innovationspotential der direkt in die Fahrbahn integrierten induktiven Ladetechnik von ElectReon bestehe darin, dass sie anders als bestehende Systeme, ein kontaktloses Laden sowohl im Stand als auch während der Fahrt ermöglichen soll. Deshalb könne dieser neue Technologieansatz eine wesentliche Bedeutung für die weitere Entwicklung der Elektromobilität erlangen, da zum einen eine alternative Antwort auf die Frage der Energieaufladung und zum anderen auf die Verlängerung von Reichweiten gegeben werden soll.

 

Das in Deutschland einzigartige Projekt werde in einem ersten Schritt Anfang 2021 auf dem Gelände des Ausbildungszentrums der EnBW auf einer Gesamtlänge von 100 Metern (90 Meter dynamische Ladung / 10 Meter statische Ladung) realisiert. Im zweiten Schritt sollen 600 Meter einer öffentlichen Straße, die das Ausbildungszentrum mit der Stadt Karlsruhe verbindet, verbaut werden. Den Betrieb der internen Werks­ Buslinie übernehmen die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) als Dienstleister der EnBW.

 

Die Partnerschaft zwischen EUROVIA und ElectReon soll es ermöglichen, komplette Lösungen für Induktionsstraßen anzubieten: EUROVIA fördere die ElectReon-Lösung, indem sie sie in ihr "Produkt"-Angebot integriert und die Konzeption, den Bau und die Wartung der Ladeplattformen übernimmt. ElectReon liefere seinerseits die Ladetechnologie, einschließlich Installation, Betrieb und Wartung. 

 

Darüber hinaus seien an dem Projekt die VINCI-Einheiten VIA IMC (eine Tochtergesellschaft von EUROVIA und VINCI Highways) für die Planung und Omexom (VINCI Energies) für die Kabelleitungsarbeiten beteiligt. Insgesamt knüpfe das Projekt an eine frühere Zusammenarbeit für einen Prototypen in Schweden und Deutschland an, an dem Omexom (VINCI Energies) ebenfalls beteiligt war.

 

100 Jahre Essen 0308

Essen, 17. Mai 2018 - Anlässlich der Gründung der „Gesellschaft für Teerstraßenbau“, der ersten Vorgängergesellschaft der EUROVIA in Deutschland, am 13. Mai 1918, feiert der Wegbereiter im Straßenbau auf sechs bundesweiten Veranstaltungen mit Auftraggebern, Lieferanten, Partnern und Mitarbeitern.

Nur unweit des ersten Firmensitzes in Essen, zelebrierte die Region West der EUROVIA, deshalb unter der Leitung von Herrn Oliver Nohse, dieses Ereignis am 17. Mai mit rund 350 geladenen Gästen auf Zeche Zollverein in Essen. Sowohl Pierre Anjolras, geschäftsführender Direktor der EUROVIA Gruppe in Frankreich, als auch Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, gratulierten dem Jubilar. Neben einer Wanderausstellung, die auf zahlreichen Schautafeln unter anderem die bewegende 100-jährige Geschichte der Firma erzählt, gab es eine Vortragsreihe, die die Anwesenden von der Vergangenheit, über die Gegenwart, bis hin in die aussichtsreiche Zukunft der EUROVIA führte. „Wir wissen, woher wir kommen, aber die Zukunft und die damit einhergehende Digitalisierung werden uns vor noch nie dagewesene Herausforderungen stellen“, so Oliver Nohse. „Dennoch haben wir bereits heute eine klare Vorstellung davon, wie die Baustelle der Zukunft vermutlich mal aussehen wird.“ Tim Lorenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der EUROVIA GmbH, wies in seinem Vortrag auch daraufhin, dass „sich nicht nur die Abläufe während des Abbaus, der Produktion und der Bauphase selbst automatisieren werden, sondern, dass Straßen zukünftig viel mehr als eine griffige Oberfläche bieten müssen, um die Mobilität der Zukunft zu garantieren. Heizkraftwerke, Datenschnittstellen und Elektroladespuren – die Straße wird vielfältige Zusatzfunktionen aufweisen.“ Die Zeche bot den passenden Rahmen für die Jubiläumsveranstaltung, gehörte die TEERBAU doch über 80 Jahre lang zum Ruhrkohle-Konzern, der mittels der Gründung der Gesellschaft vor 100 Jahren vor allem die Weiterverwertung der eigenen Teerprodukte fördern wollte.

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